Geschichten aus dem Alltag einer Hüttenwirtin
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Tipps für Hüttenwirtsleute

 

Leben und Arbeiten auf eine Hütte testen ?  

Wenn du dir nicht sicher bist ob du eine eigene Hütte bewirtschaften möchtest, empfehle ich dir eine Winter- und Sommersaison auf einer Hütte zu arbeiten. Du kannst den/die Wirt(in) fragen ob du auch „hinter den Kulissen“ helfen kannst. Anfragen beantworten, Personal begleiten, Website updaten, Buchhaltung, Baustellen oder Reparaturen erledigen, Einkauf organisieren oder mal für eine Woche die Hütte führen. Es ist mehr wie nur Bedienen und Zimmer machen.

Es gibt bestimmt auch Kurse, aber das halte ich für unzureichend. Es ist als Zusatz sinnvoll, aber nicht ausreichend, um selbst eine Hütte zu führen. 

Auf einer Hütte kommt das Übel oft plötzlich; der Strom fällt aus, das Wsaser geht nicht, die Kaffeemaschine ist kaputt mit eine volle Terrasse, es gibt keine Butter, Buttermilch, Semmeln oder Karotten mehr und der Laden im Tal hat zu… 

Viele Hüttenwirte möchten ihren Traum verwirklichen, aber sehr oft wird nach zwei oder drei Jahren die Hütte aufgegeben. Es gibt viele Pächterwechsel und das ist schade. Man sollte bei einer Hütte nicht auf 2 Jahre schauen, dann ist man erst mal angekommen. Du solltest einen 5-Jahrestraum haben und diesen verwirklichen. 

Mein Tipp: Abgesehen vom Arbeitsaufwand und den Kosten, die jeder Pächterwechsel mit sich bringt, solltest du eine Hütte nur dann übernehmen, wenn du die Hütte auch für mehrere Jahre führen möchtest. Sei dir bewusst, dass du im 1. Jahr wahrscheinlich noch keinen Gewinn erzielen wirst.