Geschichten aus dem Alltag einer Hüttenwirtin
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Tipps für Hüttenwirtsleute plus Beratung 

 

Personal 

Der Mangel an Arbeitskräften in der Gastronomie ist schon länger ein Problem. Es ist keine leichte Aufgabe einen Koch oder eine Kellnerin zu finden. In unserem Fall wohnt das Personal sogar bei uns auf der Hütte. Vor allem im Winter braucht man ein Winterfahrzeug und einen Geländewagen, um ins Tal fahren zu können. Das macht das Leben mit einer Familie oder Partner besonders schwer. 

Wir finden unser Personal hauptsächlich über das AMS und durch Mundpropaganda (ehemalige Mitarbeiter sind sehr hilfreich bei der Vermittlung ihrer Bekannten). Unser Hüttenpersonal kommt aus den unterschiedlichsten EU-Ländern, da sind wir sehr flexibel: Ungarn, Rumänien, Deutschland, Niederlande, Finnland, Polen, Tschechien, Spanien, Italien und Frankreich, bald haben wir alle EU-Länder gehabt. Wir sprechen auf der Hütte neben Deutsch auch Englisch, Niederländisch und Ungarisch. So können wir unser Personal auch in anderen Sprachen führen.

Informiere dich vorab gut über die Einstellung von Mitarbeitern. Wie viele Stunden dürfen sie arbeiten, wie viele Urlaubstage stehen ihnen zu und was ist mit den Zulagen oder Krankheit? 

Man sollte sich auch Gedanken zur Personalleitung machen. Welche Zuständigkeiten gibt es und wer macht was? Bei nur einem Mitarbeiter ist es einfach, aber bei fünf Mitarbeitern musst du viele Aufgaben delegieren. Der Rollenwechsel von Arbeitnehmer zu Arbeitgeber bedeutet für die meisten Hüttenwirte die größte Veränderung – man muss in die Rolle der Führungskraft wachsen. 

Tipp von Laura: Am Anfang habe ich versucht alles selbst zu machen - kurz dies oder das erledigen und schon war ich stundenlang beschäftigt. Das versuche ich jetzt zu reduzieren. Erkläre deinen Mitarbeitern, was du von ihnen erwartest und gebe klare Ansagen, z.B. die Zimmer müssen fertig gemacht werden oder das Frühstück muss vorbereitet werden. Sei sparsam mit unwichtigen Details.