Geschichten aus dem Alltag einer Hüttenwirtin
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Tipps für Hüttenwirtsleute plus Beratung 

 

Investitionen

Gratuliere! Mit der Unterschreibung des Pachtvertrags darfst du als Hüttenwirt(in), dich um die Hütte kümmern, vorausgesetzt du hast (Aussicht auf) eine Gewerbeberechtigung.

Gerade am Anfang kommen vielen Kosten auf dich zu.

Erstens muss man beim Abschließen des Pachtvertrags meistens eine Kaution hinterlegen. 

Zweitens gibt es noch die Pacht. Es gibt 2 Varianten Pacht, der Fixpacht und der Umsatzpacht. Klicke hier für mehr Info. 

Inventar: falls die Möglichkeit besteht, gutes Inventar zu üvernehmen dann ist das die beste Lösung. Kein Geschleppe und alles vor Ort. Ansonsten gibt es Betriebsauflösungen, wobei man Geschirr, Gläser, Kühlschränke, Kombidämpfer, Kaffeemaschine, Töpfe usw. günstig übernehmen kann. Du kannst auch alles einzeln kaufen, aber das wird teurer. Je nachdem was dem Eigentümer gehört, wirst du feststellen, was du noch alles brauchst. Bis die Zimmer gerichtet sind, das Frühstücksbuffet und das „À la Carte“ funktionieren und die ersten Gäste da sind, wird man immer wieder Kleinigkeiten brauchen. In meinem Fall waren das z.B. ein extra Toaster, Jausenbretter, Terrassen- und Tischgarnitur, Vorhänge in den Zimmern, Kaffeemaschine, Schnaps- und Weingläser, Waschmaschine, Drucker, Blumen für die Terrasse, Saladettebehälter usw. 

Erreichbarkeit: zu Fuß, Helikopter, Seilbahn, Auto (mit Allrad  ?)... Mache dir Gedanken, wie die Mobilität und Logistik auf deiner Hütte funktionieren soll. Diese Kosten sieht der Gast nicht, gehören aber (teilweise) zu deinen Kosten und Arbeitszeit, egal ob die Hütte per Helikopter, Seilbahn oder Auto erreichbar ist.

Lieferanten: gerade am Anfang hast du noch keine Getränke (oder sogar Getränkeanlage) und kein Essen um die ersten Wochen/Monate zu überstehen. Die erste Lieferung als Eindeckung für mehrere Wochen/Monate kostet viel Geld. Bespreche mit Lieferanten ob es vielleicht möglich ist, einen Teil nach den ersten Betriebsmonaten zu bezahlen, damit du dies mit den Einkünften abdecken kannst. 

Du brauchst eigenes Spargeld oder ein Darlehen bei der Bank, um die ersten Monate zu überstehen. Neben Kaution, Pacht, Inventar und Lieferanten hast du zusätzliche Kosten für Personal, Kommunikation, Werbung, Strom, Gas usw. Siehe dafür auch Kosten